Asset A7 · PT2 und PT3

Vier Wochen bis zur schriftlichen Prüfung

Nach der Abgabe der Projektzusammenfassung beginnt der Teil, an dem die meisten scheitern. Ein Plan, der in einen Arbeitsalltag passt.

  • Rund acht bis zehn Stunden pro Woche
  • Breite vor Tiefe – alle sechs Bereiche
  • Jede Woche ein Selbsttest unter Zeitdruck

Ausgangslage

Warum jetzt umgeschaltet wird

PT1 ist abgegeben. Die Vorbereitung darauf ist nicht die Vorbereitung auf den Rest.

PT1 ist das Heimspiel: eigenes Projekt, eigene Zahlen, eigene Entscheidungen, vollständig planbar. PT2 und PT3 sind fremde Fälle über alle sechs Handlungskompetenzbereiche – und ohne Kompensation zwischen den Teilen.

Die drei Prinzipien dieses Plans

  1. Breite vor Tiefe. Ein solides Grundverständnis in allen sechs Bereichen schlägt Exzellenz in zweien.
  2. Üben schlägt Lesen. Ab Woche zwei wird jede Woche mindestens einmal unter Zeitdruck geschrieben oder gesprochen.
  3. Methoden statt Fakten. Geprüft wird Handlungskompetenz – die Frage ist nie «was ist X», sondern «was tun Sie jetzt».

Woche 1

Breite herstellen

Ziel: keine weissen Flecken mehr. Rund 10 Stunden.

Mo–Di
Handlungskompetenzbereiche A und B durchgehen. Zu jeder Kompetenz die Leistungskriterien lesen und ein eigenes Praxisbeispiel notieren. 3 Stunden.
Mi–Do
Bereiche C und D. Gleiche Methode. 3 Stunden.
Fr
Bereiche E und F. Diese beiden sind der Schwerpunkt von PT3 – hier eine Stunde mehr investieren. 3 Stunden.
Wochenende
Selbsttest: 20 Fragen quer über alle Bereiche, ohne Unterlagen. Lücken markieren, nicht bewerten. 1 Stunde.

Woche 2

Methoden griffbereit machen

Ziel: zu jeder Standardsituation eine Methode. Rund 9 Stunden.

  • Priorisierung: Portfolio-Matrix, Nutzwertanalyse, Aufwand-Nutzen-Bewertung, Daten- und Reifegrad-Kriterien.
  • Anforderungen: Stakeholder-Analyse, Anforderungsarten, Akzeptanzkriterien, Abgrenzung von Nicht-Zielen.
  • Machbarkeit: technisch, organisatorisch, rechtlich, ethisch, datenseitig – fünf Achsen, die man immer durchgeht.
  • Wirtschaftlichkeit: TCO, ROI, Payback, Kapitalwert, Szenarien.
  • Betrieb und Change: Monitoring-Kennzahlen, Drift, Eskalation, Widerstandsformen, Kommunikationsplan.

Woche 3

Unter Druck üben

Ziel: Routine im Format. Rund 9 Stunden.

Zweimal PT2
Je 120 Minuten Fallstudie. Danach jeweils 30 Minuten Auswertung entlang der drei Bewertungsdimensionen: fachliche Korrektheit, Vorgehen, Reflexion.
Dreimal PT3
Je 30 Minuten Vorbereitung und 30 Minuten laut sprechen – wenn möglich mit einer Lernpartnerin, sonst aufgezeichnet und danach angehört.
Auswertung
Nicht «war gut» oder «war schlecht», sondern: Wo war die Struktur unklar? Wo fehlte die Priorisierung? Wo habe ich beschrieben statt entschieden?

Woche 4

Verdichten

Ziel: nichts Neues mehr. Rund 6 Stunden.

  • Eigene Zusammenfassung auf zwei Seiten pro Handlungskompetenzbereich – handschriftlich, das prägt sich anders ein.
  • Die eigenen Fehlerlisten aus Woche 3 durchgehen und je einen Gegensatz formulieren: «Wenn ich X sehe, tue ich Y».
  • Regulatorik-Stand einmal aktualisieren.
  • Logistik klären: Anreise, Zeitpuffer, Ausweis, technische Voraussetzungen der Prüfungsumgebung.
  • Zwei Tage vor der Prüfung: nichts mehr. Schlaf schlägt Wiederholung.
Der Plan ist nicht in Stein.

Wer weniger Zeit hat, streicht Woche 2 zusammen – nie Woche 3. Übung unter Zeitdruck ist die einzige Aktivität in diesem Plan, die nicht ersetzbar ist.

Vier Wochen reichen, wenn sie strukturiert sind.

In der Lerngruppe: Übungsfälle, Antwortgerüste und Lernpartnerinnen aus derselben Kohorte.